Der Holocaust
Was wussten die Deutschen?
Für die Topographie des Terrors in Berlin haben wir in Zusammenarbeit mit Rainer Lendler (Ausstellungsarchitektur) und Syntop (Mediengestaltung) eine Ausstellung gestaltet, die sich damit auseinandersetzt, was die deutsche Bevölkerung über den Holocaust wissen konnte und musste.



Ausstellung
Viele Deutsche behaupteten nach 1945, von den NS-Massenmorden nichts gewusst zu haben, um sich der Mitverantwortung zu entziehen. Die Ausstellung fragt, was die nicht direkt beteiligten und nicht verfolgten Deutschen tatsächlich über den Holocaust wissen konnten und wie sie damit umgingen.
Sie gliedert sich in drei Teile: „Propaganda" zeigt, was das Regime öffentlich über die Verfolgung und Ermordung der Juden verlautbarte. „Hinweise im Alltag" behandelt Gerüchte und inoffizielle Nachrichten. „Vom Puzzleteil zum Bild" zeigt, wie einzelne Menschen Informationen zu einem Gesamtbild zusammenfügten.
Die Ausstellungsgestaltung arbeitet gezielt mit viel Weißraum und blinden Flecken um der bruchstückhaften Informationsgewinnung Ausdruck zu verleihen. Schichtungen und Überlagerung von verschieden Informationen unterstreichen das Freilegen, Sammeln und Interpretieren von Informationen.










Publikation
Neben den Grafiken für die Ausstellung haben wir auch den Begleitkatalog gestaltet und dabei das umfangreiche Archivmaterial in ein 339-seitiges Buch umgesetzt. Der Katalog vereint alle Inhalte der Ausstellung sowie Hunderte von Dokumenten und Fotografien aus jener Zeit. Die Bildsprache und die Gestaltungselemente spiegeln die Ausstellung wider und werden in der gesamten Publikation neu interpretiert.









